Trotzdem Kunst

Irgendetwas braucht es um das Leben interessant zu machen. Arbeit wie sie jetzt funktioniert macht das nicht. Ich bin auf der Suche nach Neuem, Schönen, Hässlichen, Anderen - und mir durch das Anderssein hilft, meinen Alltag zu verstehen.
Aus der Serie Traumwelten, Fotocollage

 

 

Leichtigkeit

Manchmal genügen Kleinigkeiten. Ein Karton aus dem Supermarkt, in dem in der Woche 43 Salat aus Holland transport worden ist. Ein Siebdruck mit zwei Weltkugeln, einmal positiv – einmal negativ und ein Nonsensgedicht. Wenn man nach Sinn sucht bekommt man einen Knoten im Kopf. Und gleich danach kommt die Leichtigkeit. ach ech ich och uch, Siebdruck auf Karton

 

Ein Zeichen

Ich liebe diese einfachen Zeichen. Durch die Reduktion auf Weniges wird es für mich einfacher zuzuhören.  Man  schaut und lässt das Bild sprechen.
Schwebend grün, Radierung, 1989

 

Reserviert ab 21 Uhr

Eine frühe Fotocollage mit Kassenzettel, noch zum DM-Zeiten: der Kauf einer Flasche Montepulciano, Kernschinken und Batterien dokumentiert. Das Lächeln einer Frau. Vermutlich ist ein Tisch im Restaurant ab 21 Uhr für drei Personen reserviert.
Reserved, Fotocollage aus der Serie Your daily xray, 1998

 

Die Sensation bleibt aus

Skinny bitch - die Sensation bleibt aus: ein Cocktail aus Wasser, Limette, Wodka. Kein großartiges Geschmackserlebnis. Etwas für den Alltag, es macht keine Kopfschmerzen. Ich habe das extra ausprobiert und vermessen.
Ohne Titel, Tuschezeichnung, 1998

 

Fragen nach dem Sinn

Man kann natürlich immer fragen, welchen Sinn ein Ding oder eine Sache hat. Welchen Sinn hat ein Auto? Welchen Sinn hat es, dass ich jetzt von A nach B fahre. Welchen Sinn hat es Bilder zu machen? 
Aus der Serie Traumwelten, Fotocollage, 2016

 

Dinge sichtbar machen

Manches ist so flüchtig, dass es es schnelles Medium braucht. Farbige Tusche, ein Skizzenbuch. Es braucht nicht mehr. Die Idee ist sichtbar geworden und genügt sich selbst.
Geist tun, Tuschezeichnung, 1988

 

Vielen Dank für Ihren Einkauf

Verändert sich mein Leben, wenn ich Kunst kaufe? Wird es besser dadurch, schöner? Ich habe ein paar Arbeiten gekauft, manche hängen in meiner Wohnung, wenige stehen im Keller. Vielleicht ist es mit der Kunst wie mit gutem Wein. 
Aus der Serie Traumwelten, Fotocollage, 2016

 

Blaue Blüten

Eine kleine Tuscheskizze, schnell dahingezeichnet in das Arbeitsbuch aus dem Studium. Ich denke gerne an die Zeit zurück und vermisse die Leichtigkeit der damaligen Jahre. Die Neugier und die Freude am Entdecken der Welt. Ich sollte wieder zeichnen. Blaue Blume, Tuschezeichnung, 1988

 

Himmel und Erde

Das von oben und das von unten ins Gleichgewicht bringen. Das Bild hängt in meinem Büro. Auch jetzt noch. Ich ziehe es immer mit um, wenn sich mein Arbeitsplatz ändert. Die Pflanze, das Bild und einen Karton mit Krimskrams. Acryl auf Leinwand, 1987

 

Traumzeit

Palmen auf dem Balkon: die erste Fotocollage einer neuen Serie. Es ging mir darum, die Grenzen der sichtbaren Realität auszuloten. Ähnlich wie in einem Traum die Dinge durchlässig und weich werden zu lassen.  Aus der Serie Traumwelten, Fotocollage, 2015

 

Alles Gleich

Alles gut oder alles schlecht? Zwei nahezu identische Formen hängen da im Rahmen an der Wand. Zwei Chanchen, zwei Mal Wunderbares oder eben zwei Probleme. Es kommt immer darauf an was du daraus machst. Ich entscheide mich. Two Problems, Holzdruck mit Klebeband, 1999

 

Mann mit blauer Ente

Mann mit blauer Ente: wo ist der Mann in dem ganzen Schwarz? Die Ente ist klar erkennbar, vielleicht ist es aber auch eine Gans. Der Mond scheint. Mann mit blauer Ente, Tusche, 1988

 

Bommel

Ein Stück Seil mit einer Verdickung aus vielen dünnen Schnüren vor einem Hintergrund mit Pflanzen.  Das große Verlangen an dem Seil zu ziehen. Warten was passiert. Es ist ja nur ein Bild. Aus der Serie Traumwelten, Fotocollage, 2015

 

Pharmacy

Ein Foto einer Frau mit ihrem Kind, die vor einer Apotheke auf Medikamente wartet. Medizin finden im Atelier oder im Museum. Ich glaube, das wollte ich mit dem Siebdruck sagen. Pharmacy, Siebdruck, 

 

Die Verbindung zur Welt

Mit dem Kopf, dem Bauch, dem Herzen? Wie verbinde ich mich mit meiner Welt, die ich in jedem Moment erschaffe? Es gibt sicher nicht nur einen einzigen Weg. Es hilft, wenn man weiß auf welchem Pfad man wandelt. Aus der Serie Traumwelten, Fotocollage, 2016